Bericht zur Entwicklung der Adam-Ries-Schule

Zeitraum: Mai 2025 – April 2026


1.    Vorwort

Seit Anfang Mai 2025 bin ich als Schulleiter an der Adam Ries Schule tätig. Wir, als gesamtes Kollegium der Schule, können zufrieden zurückblicken und über einige sehr positive Entwicklungen heute berichten.

Das Kollegium hat sich daraufhin bewusst für einen transparenten und selbstkritischen Umgang mit den Ergebnissen der letzten Schulinspektion entschieden. Ziel war es, einen nachhaltigen und systematischen Schulentwicklungsprozess einzuleiten.


2. Zielgerichtete Schulentwicklungsstrategie

Zu Beginn des Jahres 2025 wurden verbindliche Entwicklungsziele formuliert und in einem Schulvertrag mit der Schulaufsicht Lichtenberg festgehalten. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel (insgesamt über 75.000 € aus Bonusprogramm, Verfügungsfonds und Projekten) wurden gezielt zur Unterstützung der Schulentwicklung eingesetzt.

Der Entwicklungsprozess konzentrierte sich auf fünf zentrale Handlungsfelder:

  1. Schulorganisation
  2. Schulprofil und Außenwirkung
  3. Erziehungskonzept
  4. Unterrichtsentwicklung
  5. Sprachbildung

3. Entwicklung der Schulorganisation

Im Verlauf des Jahres 2025 wurde die Schulorganisation grundlegend neu strukturiert.

Zentrale Fortschritte:

  • Einführung verbindlicher Themenkonferenzen (Schulleben, Unterrichtsentwicklung, Sprachbildung, Erziehung)
  • Einrichtung einer Steuergruppe zur Koordination und Evaluation
  • Regelmäßige Jahrgangs- und Stufenkonferenzen
  • Aufbau einer erweiterten Schulleitung
  • Einführung eines Finanzausschusses
  • Etablierung regelmäßiger Abstimmungen mit der Schulaufsicht

Zudem wurde eine neue, transparente Kommunikationsstruktur zwischen Schulleitung und schulischen Akteuren etabliert.

Ergebnis:
Bis Ende 2025 konnte eine verlässliche Organisationsstruktur geschaffen werden, die durch klare Zuständigkeiten, regelmäßige Abstimmungen und eine partizipative Führungskultur geprägt ist.


4. Stärkung des Schulprofils und der Außenwirkung

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der positiven Darstellung der Schule nach außen sowie der Profilbildung im Bereich Europabildung.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Durchführung eines Europafestes und einer Projektwoche Europa
  • Organisation eines Sommerfestes als schulischer Höhepunkt
  • Ausbau vielfältiger Arbeitsgemeinschaften (u. a. Sport, Musik, Englisch, digitale Medien): ist im Aufbau!
  • Anschaffung moderner technischer Ausstattung
  • Planung gemeinsamer schulischer Aktivitäten (z. B. Schulausflug)

Ergebnis:
Das Schulleben wurde deutlich belebt und die Identifikation der Schulgemeinschaft mit der Schule gestärkt. Die Schule tritt nach außen strukturierter und aktiver auf.


5. Entwicklung eines gemeinsamen Erziehungskonzepts

Ein zentrales Entwicklungsziel bestand in der Etablierung eines einheitlichen pädagogischen Handelns.

Erreichte Fortschritte:

  • Verabschiedung eines verbindlichen Maßnahmenkatalogs zum Umgang mit Unterrichtsstörungen
  • Durchführung schulinterner Fortbildungen (u. a. Schulrecht)
  • Studientag zum Thema Erziehung
  • Einführung einer strukturierten und intensiven Elternarbeit (Elternsprechwoche mit hoher Beteiligung)
  • Weiterentwicklung des Kinderschutzkonzepts
  • Kooperation mit externen Partnern zur Gewaltprävention
  • Regelmäßige Fallberatungen mit schulpsychologischer Unterstützung

Ergebnis:
Ein gemeinsames Erziehungsverständnis wurde im Kollegium verankert. Pädagogisches Handeln erfolgt zunehmend einheitlich, transparent und abgestimmt.


6. Fortschritte in der Unterrichtsentwicklung

Zur Verbesserung der Unterrichtsqualität wurden verbindliche Strukturen zur Reflexion und Weiterentwicklung des Unterrichts geschaffen.

Maßnahmen:

  • Einführung von kollegialen Hospitationen
  • Regelmäßige Unterrichtsbesuche durch die Schulleitung
  • Stärkung der Fachkonferenzarbeit
  • Systematische Auswertung von Lernstandserhebungen (z. B. VERA 3)
  • Überarbeitung und Vereinheitlichung von Bewertungskriterien
  • Förderung leistungsstarker und gezielte Unterstützung leistungsschwacher Schüler*innen
  • Durchführung fachlicher Wettbewerbe und Projekte

Ergebnis:
Unterrichtsentwicklung ist ein kontinuierlicher, strukturierter Prozess geworden. Erste Rückmeldungen, insbesondere von Eltern, deuten auf eine Verbesserung der Unterrichtsqualität hin.


7. Etablierung der Sprachbildung

Die Sprachbildung wurde als durchgängiges Prinzip im Unterricht verankert.

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Ausbau und aktive Nutzung der Schulbibliothek
  • Durchführung von Projekten zur Leseförderung
  • Einsatz von Sprachlernassistenten
  • Umsetzung des Prinzips: „Jede Stunde ist eine Deutschstunde
  • Entwicklung fachübergreifender Sprachbildungskonzepte

Ergebnis:
Sprachbildung ist fester Bestandteil des schulischen Alltags geworden und wird systematisch in allen Fächern berücksichtigt.


8. Gesamtbewertung

Im Zeitraum von Januar 2025 bis März 2026 hat die Adam-Ries-Schule einen umfassenden und strukturierten Schulentwicklungsprozess erfolgreich eingeleitet und umgesetzt.

Besonders hervorzuheben sind:

  • die klare Organisationsstruktur und verbesserte Steuerung,
  • die Etablierung einer kooperativen und partizipativen Arbeitskultur,
  • ein gemeinsames pädagogisches Verständnis,
  • systematische Unterrichtsentwicklung sowie
  • die nachhaltige Verankerung der Sprachbildung.

Fazit:
Die Schule hat wesentliche Fortschritte in allen durch die Schulinspektion benannten Entwicklungsfeldern erzielt und befindet sich auf einem stabilen und nachhaltigen Entwicklungsweg.


9. Ausblick

Die eingeleiteten Maßnahmen werden kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt. Ziel bleibt die nachhaltige Sicherung der erreichten Fortschritte sowie die kontinuierliche Verbesserung der Unterrichtsqualität und der Lernleistungen der Schülerinnen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gezielten Personalentwicklung durch Professionalisierung: Lehrkräfte werden systematisch in ihren fachlichen, pädagogischen und methodischen Kompetenzen gestärkt, um innovative Unterrichtskonzepte umzusetzen und die individuelle Förderung der Schülerinnen weiter zu verbessern. Durch diese Verbindung von Schul- und Personalentwicklung soll eine lernförderliche Schulkultur nachhaltig verankert werden.